mit “Urlaub vorbei”🙈

Wir haben auf Eleuthera vor Rock Sound ein paar schöne Tage verbracht.. Ich freu mich ja immer jeck auf den Burger bei Hall. Das Beef ist frisch und gut gegrillt. Der Speck schön kross und das Brötchen toll gebacken, getoastet und mit Branding. Und das für 9 $👍 Besser geht nicht.

Ein Gedicht

Lediglich die Verköstigung ist etwas rustikal, eine Sitzgruppe aus rohen Brettern unterm Baum.

Wir haben Monika und Thomas von der SY Pfadfinder wieder getroffen. Wir hatten uns zuletzt in USA in Beaufort gesehen. Klein ist die Cruiserwelt.

Ja und schon geht die Planung zur Weiterfahrt los.

Lisa und Ken von der SY Minaki wollen auch nach Belhaven. So beschließen wir die Reise dorthin gemeinsam zu machen

Pläne schmieden und lecker Essen.

Ende März läuft unser Visum für die Bahamas ab. Dann müssen wir auf den Golfstrom. Da aber zur Zeit starker Ostwind weht, wollen wir langsam nach Spanish Wells im Norden von Eleuthera ziehen.. Dort ist dann der Absprung zu den Abacos geplant. Sobald Wind, Wellen und Wetter passen geht es rüber. Eine Tagestour über offenes Wasser.

Also geht es früh am Morgen von Rock Sound los, Genua reicht für flotte Fahrt. Der Wind ist deutlich stärker als vorhergesagt und die Richtung erfordert das Setzen des Großsegels. Also Motor an und das Boot in den Wind gedreht. Segel setzen, plötzlich meldet sich der rechte Motor mit Temperaturalarm. Schnell den Motor ausschalten und das Manöver zu Ende bringen.

Mist. 🙈⛵

Aber das Segelsetzen klappt trotzdem und wir rauschen flott gen Nord. In der wunderschönen Bucht Ten Bay ankern wir und die Fehlersuche geht los. Unterwegs bin ich schon in den Motorraum geklettert. Der Ausgleichbehälter für das Kühlwasser war leer. Also Wasser nachgefüllt und den Motor gestartet. Puh. So schnell war das frische Wasser wieder weg. Unglaublich. Da muss ein Loch im Kühlsystem sein!

Der erste Verdächtige ist der W@rmetauscher.

Oben der Wärmetauscher, unten der Auspuff

Aber das Bündel von vielen dünnen Röhrchen ist intakt..

Auch das Rohr ist einwadfrei
Da ist der Fehler sichtbar.

Grüne Kühlflüssigkeit ist unten am Ansatz zum Auspuffkrümer zu sehen. Ach du Scheiße!  Hier gibt es eine üble Schwachstelle. Der Auspuffkrümmer ist aus Eisen. Der Wärmetauscher und Auspuffsammler aus Alu! Zusammen mit Salzwasser ergibt das eine Batterie und somit Korrosion. So mit dem Defekt ist der Motor nicht zu gebrauchen.

Mit Frank berate ich, welche Optionen wir haben. Frank hat noch eine alte Packung ‘GunGum’ eine Auspuffreparaturpaste. Das Zeug haben wir früher oft am Moped oder Auto benutzt. Wir weichen mit etwas Wasser die harte Paste auf und verfüllen das Loch so gut es geht. GunGum härtet unter Hitze aus. Also heizen wir mit dem Gasbrenner gehörig ein.

Gute Laune beim ersten Versuch

Wir hatten ja vorher alles Kühlwasser abgelassen, damit das Zeug auch aushärten kann. Aber nix, die Paste wird nicht hart.

Also den kompletten Wärmetauscher abbauen und unsere Idee ist es, den kleinen Hohlraum für Kühlwasser mit Epoxydharz auszufüllen. Taugt nicht für Länger aber um den Motorzum Ankermanöver kurz zu nutzen könnte es reichen

Zum Glück habe ich genug Epoxy dabei und wir füllen den Hohlraum mit Epoxy. Zur Abdeckung noch etwas Glasmatte drauf gepappt und ein Stoßgebet nach oben. 🙏

Dann noch etwas Wärme dran damit es flotter aushärtet. Soweit der Plan.

Da wird gefüllt und gespachtelt
Das Epoxy soll die Tasche ausfüllen
Neue Auspuffdichtung war auch nötig

Das Zusammenbauen am nächsten Tag geht fott… nur 4 Stunden👍

Mit etwas Tricks gehen wir am nächsten Mittag dann Anker auf (ohne Motor) und fahren dann zur Alabaster Bay..

Diese Traumbucht wird auch gerne von Einheimischen zum Baden genutzt. Am Wochenende gibt es ‘Drinks by the See’, eine improvisierte Bar mit Grill unter den Bäumen am Strand. Lisa und Ken besorgen uns Strandstühle und wir lassen es uns gut gehen.

Im Hintergrund der Pavillon mit lecker Essen
Das entschädigt für Vieles
Ohne Worte 🏖️
Handy können nicht nur die Kids 😀

Am nächsten Tag ist Probelauf angesagt. Ich hab zum Glück noch einen halben Kanister Kühlflüssigkeit an Bord. Der Kühler scheint dicht, super! Mit Franks Hilfe und Rat konnten wir gemeinsam ein schwieriges Problem lösen. Ist doch gut solche Freunde zu haben.

Zu Zweit kommt man auch nach zwei Rumpunsch wieder zum Boot😀

Aber da Epoxy nicht so hitzebeständig ist will ich den Motor immer nur kurz benutzen. Hoffentlich hält das bis Belhaven.

Heute war ja Zeitumstellung in den USA und Bahamas. Und Landtagswahl in BW. Ist ja sehr knapp gelaufen. Aber im Vergleich zu den Staaten.., welch ein Glück haben wir in Deutschland doch bei aller berechtigter Kritik mit unseren Politikern. 🍀

Auf dem Weg nach Spanish Wells

Um bei den etwas volatilen Wettervorhersagen für den passenden Wind parat zu stehen fahren wir morgens um 8:15 los und hoffen zur passenden Zeit durch den Current Cur zu kommen. Der Wind ist so toll, dass wir später den Spinnaker nutzen und flott voran kommen.

Flotte Baradal

Im Current Cut gibt es noch Komplikationen mit einem Trawler. Der ist von Norden kommend in den Cut gefahren, hat ein anderes Motorboot gesehen, ist umgedreht (!) und später, als wir durchgingen wieder rein gefahren. Bekloppt. Es wurde etwas enger als gewünscht. Aber die Baradal macht das schon.

Da kommt er
Und Gas geben 🙈

So jetzt sind wir sicher vor Spanish Wells vor Anker und genießen einen schönen Abend..

Noch klappt nicht alles auf der neuen Seite. Ich habe noch nicht herausgefunden wie man die Abonnenten mit umzieht. Aber kommt Zeit kommt Rat. Und bei solchen Problemen ist die KI wirklich hilfreich🍀

Gehabt euch wohl. Bis demnächst.


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