Wir sind gut und wohl behalten in Fernandina Beach, Florida 🇺🇸 angekommen…

Aber der Reihe nach:

In Marsh Harbor zieht schlechtes Wetter auf und ein Wärmetauscher (WT) ist schon beim Schweißer…

Abwarten bis der repariert ist und dann den zweiten WT hinbringen? Da baue ich lieber sofort auch den zweiten WT aus und bringe ihn in einer Wetterpause flott zum Schweißen. Jetzt haben wir ja nur noch einen Scooter, also müssen wir uns besser organisieren.

Beim Schweißshop angekommen werde ich mit den Worten empfangen: “gut dass du da bist, der Chef ist mit der Chefin nach Kanada zur Beerdigung von Familienangehörigen geflogen. Ich mache heute den einen WT und dann gleich darauf den zweiten WT” 🍀😀. Gute Nachricht,  natürlich nicht der Trauerfall.

Tatsächlich bekomme ich vom alten Herrn (Vater der Chefin)  am folgenden Tag den Anruf: Alles fertig zum Abholen.

Schnell bei Nieselregen wieder hin, Cherie wartet im  Colors, und die zwei reparierten WT abholen. Aber oh jeh, der Senior kann des Kartenterminal für die Kreditkarte nicht bedienen…🙈

Bargeld ist gefragt. Der nächste ATM (Geldautomat) ist Kilometer entfernt. Da fragt Jesus (!), ein Mexikaner der hier eine Metallstange abholt, ob er mich zum Geldautomaten fahren soll. Klar, da bin ich echt dankbar. Jesus arbeitet hier auf Abacos als Handwerker für alle Fälle. Er war schon in USA, England, Irland arbeiten. Aber nach dem letzten Wirbelsturm wurden auf Abacos Arbeiter gesucht und Jesus gefällt die freundliche Art hier. Uns auch!😀

Mit Jesus zum ATM 😘

Mit Bargeld bewaffnet kann ich die WT auslösen und ab zurück zum Colors, Cherie wartet.

Der Senior macht die Rechnung fertig

Zur Feier des Erfolges gibt es ein paar Margarita und der Tag ist unser Freund😀

So sieht eine perfekte Reparatur aus (unten links das Loch)

Am nächsten Morgen geht das Basteln los, die Teile müssen alle wieder sorgfältig angebaut werden. Frank hat ein paar Auspuffdichtungen aus Dichtungspapier geschnitten. Damit bekomme ich den Auspuff, Teil des WT, wieder gut an den Motor angeschraubt.

Werktisch in der Sonne
Dichtung am WT zum Auspuffkrümmer

An der Fläche zw. Dichtung und Auspuff kann man gut sehen  was da durch Korrosion weg gefressen war.

Der Einbau geht recht gut voran, ein Deckel lässt etwas Wasser ( Salz) durch. Den defekten O-Ring ersetze ich in Florida.

Der ist hin und kann nicht abdichten
Edelstes weißes Salz
Das kann so ja nicht bleiben.

Nach all dieser Arbeit genießen wir noch die letzten Cocktails im Colors der Abschied von den Bahamas steht an. Unser Visum lauft Ende März ab!

Da könnte es schlimmer kommen 😀🍹🍸👍

Wir planen die Überfahrt zu den USA.

Es ist wie immer ein Rätselraten. Welche Winde, welche Wellen, wie lange dauern die an???

Wir beschließen schon mal zügig nach Norden zu gehen. Dort, in Great Sale Cay, kann man dann final die Entscheidung zur Abfahrt fällen.

Los geht’s, unsere Fahrt in den Norden der Abacos beginnt.

Die Entscheidung fällt, wir fahren am Mittwoch 25.3.26 los. Unsere Überlegung ist, möglichst weit über die flache Ebene nach Norden und dann zügig in den Golfstrom. Die Rahmenbedingungen sind sportlich es ist ein Schwell mit 1,5 m von der Seite angesagt und sehr wenig Wind, also mal wieder Motoren. Wir müssen in jedem Fall vor Samstag Vormittag in Fernandina Beach sein, denn dann kommt Starkwind von Norden.

Wir fahren Abends ab, da wir mit ca. 48 h Fahrzeit rechnen. Somit haben wir noch gut Reserve.

Der letzte Sonnenuntergang auf den Bahamas
Blöde Position laut Strömungskarte

Was wir nicht gut durchdacht hatten war, dass im Norden konfuse Strömungen herrschen. Das macht die Fahrt mühsam. Mit der starken Welle von der Seite ist es echt ungemütlich. Nicht gut für das Stimmungsbarometer…

Also biegen wir nach links zum Golfstrom ab.

Der Golfstrom ruft!

Wir fahren mit Segel und einem Motor immer in der Nähe der Obelix. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Tempo 8,3 kn 😀
Unsere Route bis Fernandina Beach

Nächstes mal werden wir versuchen, den Golfstrom früher zu nutzen.

Nun, der Kameramann muß noch viel lernen😀
Obelix hat ein Stützsegel, das reduziert das Schaukeln erheblich.

Pünktlich kommen wir in Fernandina Beach an. Freunde von uns, Antje und Beat von der San Giulio, fahren 1 h vor uns in das Inlet rein. Das wird ein Wiedersehen 🍻🍀😀

Schnell das Einklarieren starten. Mit der App “CBProam” muss man das online machen. Man bekommt dann normaler Weise die Nachricht, dass man sich innerhalb von 24 h beim Amt einfinden muß. Erfreulich, uns wird mitgeteilt, dass wir einklariert sind und nicht (😀) zum Officer müssen. 

Die USA Gastlandflagge wird gehisst

Das ist aber nur das erfreuliche Ergebnis eines Fehlers im System. Dort war fälschlich ein falsches Datum für unsere Cruising license hinterlegt. Das lässt sich aber am Montag im Büro des CBP klären.

Gut, dass wir so flott rüberkommen konnten. Nach einer ruhigen Nacht vor Cumberland macht es am Vormittag “klack” und der Starkwind aus Norden setzt ein. Glück gehabt, alles richtig gemacht.

Tolles Wiedersehen 🍻😀😘

⛵San Giulio, ⛵Obelix, ⛵Baradal

Das traditionelle Willkommen im Salty Pelican, lecker Steak gibt es hier🥩.

So. Das war es mal wieder für heute. Es geht jetzt langsam die Küste rauf. Die Kälte ist schon blöd und wir vermissen die Bahamas schon jetzt.

Eine gute Nachricht kam gestern per Facebook: die Einreisegebühren für die Bahamas sind ab sofort drastisch gesenkt worden. Es hat doch, besonders auf den entlegeneren Inseln, einen deutlichen Schwund an Cruisern gegeben. Und darunter leiden die vielen kleinen Restaurants und Geschäfte. Die Einreise sollte also nächste Saison nur noch 450 $ kosten und dann für 6 Monate gelten. Wenn das so bleibt wäre es klasse. 

So gehabt euch wohl. Der Präsident hat gestern gesprochen und alles bleibt wie es ist…

Bis bald

Uli


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